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Klimaneutralität

Leitbild „Nachhaltig belesen – der erste klimaneutrale Buch- und Medienvertrieb“

Die Notwendigkeit eines konsequenten Klimaschutzes sollte unbestritten sein. Dennoch wird die Verantwortung für unser Klima im Alltag immer noch allzu gerne ignoriert. Doch wir haben keine Zeit mehr, nichts zu tun. Ansonsten kollaboriert der Planet Erde unweigerlich: wer will, dass die Welt bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt – hier stimmt der alte Spruch. Deshalb haben wir uns entschlossen, den Weg zum klimaneutralen Versandhandel zu gehen.

Klimaschutz ist ein globales Anliegen – für das Weltklima ist es unerheblich, wo die Emissionen stattfinden. Das bedeutet jedoch auch: egal wo wir sind – je früher und je stärker wir den Ausstoss von Treibhauseffekt-erzeugenden Schadstoffen eindämmen, umso besser. Dies ist auch die einzige Chance, um die Klimaschutzziele wenigstens noch ansatzweise zu erreichen.

Die Prioritäten sind eindeutig: Vermeidung geht vor Verringerung, und Verringerung geht vor Kompensation. Nicht erst, seit das Thema Klimawandel in die Medien gelangte, sondern von Beginn unserer Vertriebstätigkeiten an haben wir uns für den Umweltschutz engagiert. Nun haben wir unsere Arbeitsabläufe analysiert und optimiert, um den CO2-Ausstoss nochmals deutlich zu verringern. Das ist für uns kein Alibi nach dem Motto: wenn wir schon die Umwelt schützen, können die Konzerne ja weiter machen wie bisher.

Wir machen uns etwas vor, wenn wir meinen, weiterhin ungebremst – und vor allem: ungestraft - an der Wachstumsspirale als zentralen Transmissionsriemen des kapitalistischen Weltsystems drehen zu können. Um es klar zu sagen: die Wachstumsmaschine muss durchbrochen werden – oder der ungezügelte Kapitalismus schafft die Erde ab; da helfen dann auch keine noch so innovativen Umwelttechniken mehr.

Wichtige Bestandteile unseres Buchprogramms sind daher auch Titel, die sich kritisch und grundlegend mit dem „herrschenden Falschen“ in Politik und Gesellschaft auseinandersetzen. Ein Beispiel: Wenn alle Weichen in Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung in Richtung Auto gestellt werden, so mag das zwar bis zur nächsten Wahl eine Klientel bedienen – zukunftsweisend aber ist es nicht, global gerecht (Stichwort: Biokraftstoffe statt Lebensmittel) ebenso wenig.

Einfach „weiter so“ können nur noch hemmungslose Zyniker rufen. Die Frage ist: welche Erde wollen wir kommenden Generationen hinterlassen? Eine andere Welt, die die soziale Gerechtigkeit wie die Klimagerechtigkeit als zentrale Bestandteile in den Mittelpunkt rückt, ist nicht nur möglich – sie ist auch nötig. Millionen von Umweltflüchtlingen – Tendenz steigend – sprechen eine klare Sprache.

Wenn klimaneutrale Projekte meinen, es reiche aus, nun zum „Shoppen für den Klimaschutz“ aufzurufen, ist das natürlich eine grobe Verkennung der globalen Zusammenhänge. Die Maxime „Tue Gutes und verdiene daran“ führt zu einem Ökokapitalismus mit „grünem Gewissen“, der die weltweiten Ausbeutungsverhältnisse nicht antastet. Simples „green-washing“ („klimaneutral fliegen“) ist unsere Sache nicht. „Mehr leben, weniger kaufen“ wäre da schon ein nachhaltigeres Motto. Vielleicht hat die Barbarei der deregulierten Ökonomie „dank“ Finanzkrise ihren Zenit schon überschritten – wird nur Zeit, dass sich das auch herumspricht...

Um gelesen zu werden, müssen die Bücher erst einmal „in die Welt“ kommen und zu den Bibliotheken, Lesenden etc. gelangen. Wir setzen uns nach Kräften für klimaneutralen Buchdruck ein. Abgesehen davon gibt es allemal fragwürdigere Aspekte der Ressourcenver(sch)wendung als die Buchproduktion. Bücher sind für uns ein wichtiges Kulturgut – schliesslich betreiben wir auch einen Verein zur Förderung der Lesekultur – und nicht umstandslos durch das papierlose e-book ersetzbar. Bücher sind (im günstigsten Fall) ein sinnliches „Gesamtkunstwerk“, und sie sind ein Medium, dass sich dem (Lese-) Rhythmus der NutzerInnen anpasst, nicht umgekehrt.

Bei uns gibt es neben (recycelten!) Gebrauchtbüchern auch Neubücher (die hoffentlich hier & da Erkenntnisprozesse anstossen). Wir sehen uns nicht aber nicht einfach als schnöde Verkäufer, sondern als Buch- und Medien-AktivistInnen an der Schnittstelle zu den sozialen Bewegungen: gegen Atomenergie und gegen die Privatisierung öffentlicher Güter, für eine Ökonomie ohne Wachstum etc.

Es versteht sich von selbst, dass wir für Entschleunigung eintreten (ein Begriff, den das Microsoft Word-Rechtschreibprogramm bezeichnenderweise nicht kennt) – sozial und ökonomisch. Das heisst nicht, dass wir jetzt wieder alle ständig zu Fuss gehen müssen, sondern dass intelligente Konzepte für Mensch & Umwelt entwickelt werden müssen. Slow food reicht nicht, slow living ist angesagt – go slow and win the world ist das Motto der Stunde.

Wir möchten uns lieber für eine Gesellschaft einsetzen, die auf den Bedürfnissen der Menschen gründet, auf Selbstbestimmung statt auf die marktförmige Durchdringung alle Lebensbereiche. Klimaschutz ist für uns nicht das Allheilmittel, sondern die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die ihre Zukunft gestalten können. In diesem Sinne: lieber nachhaltig belesen & engagiert statt uneinsichtig blöd & unnachgiebig ignorant.

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